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Kunsttherapie_2b_Von Gestaltung zu …

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Viele Grüße
Katja von den Benken

Vier Fragen an mich

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Warum hast du dich entschieden Kunsttherapeutin zu werden?
Nach einer für mich existentiell einschneidenden Lebenserfahrung in meiner Lebensmitte haben sich für mich Fragen ergeben: „Wie kann ich mein Talent und Potential sinnerfüllt weitergeben?“ und „Wie kann ich die Wichtigkeit von Kreativität vermitteln, die dazu dienen kann Selbstheilungskräfte zu aktivieren?“ und „Wie kann ich mein starkes Interesse an Gesundheit und Krankheit im physischen und psychischen Sinn mit der Kreativität verbinden?“ Diese Überlegungen führten mich zum Studium von Kunsttherapie / Sozialkunst an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft mit dem Abschluss Kunsttherapeutin Bachelor of Arts.
Wieso interessierst du dich besonders für die künstlerische Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen?
Als ich vor einigen Jahren erste Berührungen mit der Seniorensozialarbeit hatte, merkte ich schnell, dass mir der Zugang zu älteren Menschen leichtfällt und Freude macht. Mir begegneten Menschen mit Demenz und mir fiel auf, dass es wichtig ist sich dieser wachsenden Thematik aufgrund des demografischen Wandels zuzuwenden und dass einer Ausgrenzung von Menschen mit Demenz entgegengewirkt werden muss. Dies impliziert die Hinwendung zu Betroffenen und Angehörigen gleichermaßen und die gesellschaftliche Integration des Phänomens Demenz. Bei der kunsttherapeutischen Arbeit mit Betroffenen ist mir bewusst geworden, dass die Kunst ein Medium einer anderen Ausdrucksform ist. Es können Bedürfnisse und Wünsche auf eine andere Weise als nur mit Sprache zum Ausdruck gebracht werden ohne nach Worten ringen zu müssen.
Kannst du dich an einen kreativen Moment erinnern, der dir ein Aha-Erlebnis im Sinne von Weiterentwicklung aufgezeigt hat?
Ja, zum Beispiel gab es den Moment wo ich vor dem weißen leeren Blatt saß und ich mich nicht traute anzufangen, weil ich glaubte nicht malen zu können. Das Verhexte daran ist, solange man in Gedanken bleibt passiert nichts und das Blatt bleibt leer. Dann habe ich einfach einen Stift genommen und angefangen Linien zu zeichnen. Je mehr sich das Blatt füllte desto mehr wich der Gedanke der Zielvorstellung. Das künstlerische Tun begann absichtslos zu werden und es verselbstständigte sich. Je mehr ich in die Aktivität kam verschwand der Gedanke des „Nicht-Könnens“. Je mehr ich mich auf den Prozess des Linienzeichnens ein-ließ, desto leichter und entspannter lag der Stift in meiner Hand. Ich verlor das Gefühl von Zeit und Raum und ich war nur noch mit dem Blatt und Stift zugange. Meine Augen folgten der Linienführung und ich probierte aus, das Tempo zu variieren, dem Druck unterschiedliche Stärke zu geben und die Strichlängen zu verändern, Striche nah aneinander zu setzen oder unterschiedliche Distanz zu geben. Nach und nach bildete sich aus den Linien eine Fläche und eine ganz eigene Struktur auf dem Blatt und etwas Neues entstand auf eine ganz leichte Weise ohne viel Anstrengung und es stellte sich ein Gefühl von Zufriedenheit ein. Diese und viele weitere Prozesserfahrungen mit künstlerischen Gestaltungen lassen sich auf etliche Lebensprozesse übertragen. Hat man diese Erkenntnis einmal für sich entdeckt ist man in der Lage, sein Selbstbewusstsein und seine Selbstwirksamkeit zu trainieren und sich aus feststeckenden destruktiven Lebensschleifen zu befreien.
Kann die Kunst als Heilmittel gesehen werden?
Es kommt darauf an wie weit eine gesundheitliche Einschränkung zum Tragen kommt und zu welchem Zeitpunkt die kunsttherapeutische Intervention beginnt. Handelt es sich um eine chronifizierte Belastung oder um einen Zustand in welchem präventive Maßnahmen eingesetzt werden können. Demnach kann die kunsttherapeutische Anwendung quasi als „Medikament“ begleitend eingesetzt werden, im Sinne von komplementärmedizinischer Versorgung. Möchte man einer Erkrankung auf kreative Weise prophylaktisch vorbeugen, kann dies im Rahmen von präventiven Maßnahmen mit künstlerischen Gestaltungsinhalten erfolgen. Je genauer man seine eigenen Schwachstellen kennt, desto genauer kann man den künstlerischen Gestaltungsprozess als Kreativergänzungsmittel zur Gesunderhaltung einsetzen.

Kunst­thera­peutisches Praxisatelier

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Adresse:
An de Greith 6
47839 Krefeld

Anfahrtsbeschreibung

Im Kunsttherapeutischen Praxisatelier in Krefeld-Hüls finden Einzel- oder Paarangebote statt. Das gemütliche und ruhig gelegene Atelier bietet Platz zum Malen und Plastizieren. Ebenfalls steht eine Wandtafel zur Anwendung von Formenzeichnen zur Verfügung und ein großer Arbeitstisch für kreatives Gestalten. Neben kunsttherapeutischen Anwendungen werden auch Angebote für individuelle Potentialentfaltung durchgeführt.

Im Atelier stehen unterschiedlichste künstlerische Materialien und Werkzeuge zum Gestalten bereit:

  • Zeichenmaterialien (Stifte, Pastellkreiden, Ölkreiden, etc.)
  • Aquarellfarben (Stockmar)
  • Pinsel und verschiedene Papiere
  • Tonerde zum Plastizieren
  • Materialien zum Collagieren
  • Materialien zur Verarbeitung (Scheren, Klebstoff, etc.)
  • Anschauungsmaterial

Gruppenangebote finden aktuell als Online-Video-Treffen oder an besonderen Orten wie zum Beispiel im Otto-Pankok-Museum in Hünxe oder auf dem Keens Hof in Kempen-Tönisberg statt.

Wohlfühl Kreativort

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Anthroposophische Kunsttherapie

als Kassenleistung

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Als Ordentliches Mitglied des Berufsverbandes BVAKT (Berufsverband für Anthroposophische Kunsttherapie) bin ich dem Rahmenvertrag der Integrierten Versorgung angeschlossen. Diese basiert auf eine ganzheitliche patientenorientierte ärztliche und therapeutische Versorgung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Integrierte Versorgung (BVAKT®)

Dem Rahmenvertrag zur Integrativen Versorgung mit Anthroposophischer Medizin haben sich aktuell 8 Gesetzliche Krankenkassen angeschlossen. Das heißt, deren Versicherte können bei den teilnehmenden Ärzten und Therapeuten eine Teilnahmeerklärung unterzeichnen, um vertraglich zugesicherten Leistungen auf Versichertenkarte zu erhalten. Am Rahmenvertrag teilnehmenden Krankenkassen erstatten teilweise oder ganz therapeutische Leistungen (Heilmittel) der Anthroposophischen Kunsttherapie.

Teilnehmende Krankenkassen (GKV/PKV)

In der Regel wird Kunsttherapie mit 10 x 45 Minuten wöchentlich als Einzeltherapie verordnet. Neben Einzeltherapien wird auch Einzeltherapie in der Gruppe verordnet.

Honorar

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Inzwischen gehört seit vielen Jahren Kunsttherapie in Kliniken und Rehaeinrichtungen aufgrund evidenzbasierter Forschung als Verordnung mit zum Therapieplan. In freien Praxen werden Kosten noch nicht durch das übliche Leistungsspektrum aller gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt. Haben Sie eine Privat- oder Zusatzversicherung für Kunsttherapie, fragen Sie Ihre Kasse, in welcher Höhe Kosten übernommen werden.

Möchten Sie meine kunsttherapeutische Arbeit selbst zahlend konsultieren, nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf. In einem Vorgespräch, telefonisch oder als Online-Treffen, können wir alles Weitere besprechen.